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DMY EMPFIEHLT “AUTOPILOT” VON TINE BENZ

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TINE BENZ “AUTOPILOT”

Eröffnung: Freitag, 7. Sept. 2007, 18.30- 22.00 Uhr

Ausstellungsdauer: 7. Sept. - 20. Okt. 2007

Ort: Galerie Jette Rudolph, Zimmerstrasse 90-91, D -10117 Berlin

Tine Benz (geb. 1969 in Neuss) dritte Soloshow in der Galerie Jette Rudolph präsentiert neue grossformatige Arbeiten der Malerei sowie eine mit Klebeband und Papier installativ inszenierte Wand- und Raumcollage.

Der Titel “Autopilot” deutet die in Tine Benz’ künstlerischen Arbeiten typische Verlinkung von Lebensaspekten im Kontext der Virtualität und der Realität an. Der computergesteuerten planmässigen Navigation von Flugzeugen und militärischen Objekten kommt die konkrete und auf einen perspektivischen Fluchtpunkt kalkulierte Bildgestaltung der Künstlerin entgegen, die in ihren menschenleeren von geometrischen Formen dominierten Samples Versatzstücke aus Architektur und Mobilität kombiniert. Allerdings zersprengt Benz die Realität des Bildes in parallel zueinander existierende individuelle Welten, die sich aus dem autonomen Prozeß der Malerei generieren. Vergleichbar dem Piloten, dem die dauerhafte Kontrolle der Instrumente obliegt sowie die letzte Entscheidungsinstanz im Fall einer Krisensituation.

Die vielschichtige Ordnung, das Prinzip Stadt, findet sich in der mehrschichtigen Malweise und dem Bildaufbau sowie dem Materialmix der Bilder insbes. in den metallischen Reflektionen wieder. Ganz so als ob die Stadt ihr Bild zurückwirft, und man sich im Spiegel einer universellen Metropole befindet, die wiederum entlang der Klebebänder von außen nach innen erwandert werden kann- der eigene Blick wird Teil der Inszenierung. “(…) Tine Benz’ (…) metropolitane Recherchen über ein himmelstürmendes Cyber-Berlin-New York (ist) in riesige Papiercollagen um(ge)setzt, (…), aufgepeppt mit glitzernden Fahrbahnmarkierungsstreifen und einer Prise spacigem Konstruktivismus”, Christoph Tannert, in: New German Painting.Remix, München/ London/ NY 2006, S.29.

Tine Benz verknüpft die Erfahrungen eines Reisenden, der die Anonymität der Großstädte, die Identitäten, Kulturen und Subkulturen in eine übergeordnete Raumperspektive transformiert und womöglich zur Ordnung bringt- von Zeit und Spuren entleert, um sie in den eigenen Erfahrungsraum einzubringen. Dabei ist das Sehen scheinbar ortsspezifischer Merkmale wie bestimmter Plätze, Häuser oder Brücken eine assoziative Abstrahierung und Collagierung mit dem unterbewussten Zusammenfügen fehlender Bestandteile aus Erinnerungen, welche die Arbeiten von Tine Benz in ihrer Nüchternheit eben doch so individuell erfahrbar werden lassen.

One Response to “DMY EMPFIEHLT “AUTOPILOT” VON TINE BENZ”

  1. MATTHEW ROSE Says:
    September 10th, 2007 at 12:55

    Greetings from Paris…and hello to Galerie Tristesse and the new location on Wallstrasse 15
    10179 Berlin.

    MATTHEW ROSE / PARIS, FRANKREICH
    http://lalandedigitalpress.blogspot.com/

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