LET’S LAAARD! LAST NIGHT AT THE KLUBLABOR
Saturday, May 19th, 2007
Die letzte Nacht im KLUBLABOR. Vor Closing des DMY 2007 wird nochmal ordentlich gefeiert. LAAARD, die Berliner Rap, Funk, Disco und Nu Rave Posse um DJ Hunee und Produktdesigner Golo Schmeh präsentiert sich erstmals der Öffentlichkeit. DMY sprach mit den Aktivisten über ihr Selbstverständnis und die ästhetische Positionierung von Nu Rave zwischen Gestaltung und Popkultur.
DMY: Bis dato ist kaum etwas über LAAARD und Eure nächtlichen Aktivitäten als Berliner Party-Crew bekannt. Wer seid ihr, woher kommt ihr, was wollt ihr und wo geht es hin?
LAAARD: LAAARD versteht sich nicht als Party-Crew oder ähnliches. LAAARD, das sind wir, und wir machen was wir wollen. Intuition ist einer der wichtigen Faktoren, der in derzeitigen popkulturellen Diskussionen gerne vernchlässigt wird. Wir sind LAAARD: Es passiert, was passieren soll…
DMY: Mit Eurer Party im KLUBLABOR entsteigt ihr aus der anonymen Vielfalt des Berliner Nachtlebens und präsentiert Euch erstmals aufmerksamkeitsstark einer breiten Öffentlichkeit. Inwieweit spielte bei dieser Entscheidung die Positionierung innerhalb des Design-Kontexts eine Rolle?
LAAARD: Wir haben diese Frage schon langfristig mit uns rumgetragen: in welchem Rahmen können wir mal so richtig das umsetzen, was wir uns an dieser Schnittstelle vorstellen können?
DMY: Die Diskussion über Nu Rave wird aktuell zwischen modischem Hype und clubkultureller Begeisterung geführt. Von Glow Sticks über Neonklamotten bis zu Smileys, von Ghetto Tech über Electro Pop bis Manchester Rave. Inwieweit lässt sich hier noch über Popkultur sprechen, oder geht es schlicht nur um ein ästhetisches Phänomen?
LAAARD: Nu Rave ist für uns eher Ausgangspunkt. Wie ja schon in der Fragestellung deutlich wird, geht es um die Mischung, sich tendenziell nicht festzulegen. Der Künstler Lori Hersberger, der sehr explizit mit Neon arbeitet, weist immer wieder auf die Radikalität von Neon hin. Es gibt einfach keine kulturelle oder natürliche Aufladung dieser Farbnuance. Wir glauben, so lässt sich Nu Rave am Besten beschreiben: nur die Intensivität von Neon, gewagten Farbspielen, oder eben die Auswahl explizit energetischer Tracks, aus welchem Genre auch immer, davon kann man in unseren doch sehr kategorischen Breitengraden noch etwas lernen.
DMY: Im Zuge des Mash-Ups der Stile, von Musik über Fashion zu Visuals, Design, Kunst und Street Art sowie Architektur, wo seht Ihr die Positionierung von LAAARD innerhalb dieses Kontexts?
LAAARD: LAAARD ist eine Ansammlung von Individuen. jeder einzelne macht das ein oder andere durch und entwickelt sich mal hierhin mal dorthin. LAAARD vertritt keine klare Position, es ist die Summe der Freunde, die wiederum schlicht die Summe ihrer jeweiligen persönlichen Eindrücke und Vorstellungen transportiert. Positionen, das gibt’s nur noch im Kunstmarkt, hoffen wir.
DMY: Welches sind die von Euch gewählten stilistischen Mittel, die als Garant für eine gute Party, sozusagen als performativer ‘Sure Shot’ herhalten?
LAAARD: Sure Shot… hmmm, das ist kompliziert. Es ist eben nicht stilistisch. Wir vertreten die Philosophie, dass die Energie, die wir in ein Projekt stecken, von diesem auch reflektiert und nach aussen projeziert wird. Natürlich haben wir uns mit vielen eher stilistischen Möglichkeiten mental rumgeschlagen, aber es sind dann doch die ganz persönlichen Energien, wie z.B. von Golo, der die gesamte Nacht hindurch per Siebdruck Poster runterdruckt, die LAAARD ausmachen und uns definieren.
DMY: Was erwartet uns im KLUBLABOR?
LAAARD: Let’s LAAARD!
Closing night at the KLUBLABOR. Before the DMY 2007 grinds to a halt, there’s one more proper party in store. LAAARD, the Berlin-based rap, funk, disco and nu rave posse surrounding DJ Hunee and product designer Golo present themselves for the very fist time to the public. DMY spoke with the activists about their self-conception and the aesthetic positioning of nu rave between design and pop culture.DMY:
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